Gefängnis – Kläranlage – Krankenhaus

 

CDU auf politischer Fraktionsfahrt nach Lingen/Ems

 

LENGEDE/LINGEN. Justizvollzugsanstalt Lingen, - Ausweisprüfung, - Eintritt durch das Tor, - Begleitung durch Justizbeamte: was bei den meisten Menschen Ängste auslöst, haben die Besucher der CDU Ratsfraktion aus Lengede freiwillig beim Blick hinter den Gefängniszaun  absolviert.

 

 

So fröhlich waren die Lengeder Christdemokraten hinter dem Gefängniszaun nicht mehr.



Doch es hört sich gefährlicher an als es war, denn die Außenstelle Damaschke des Lingener Gefängnisses liegt idyllisch in einem Waldgelände am Stadtrand. Für die Insassen sei es aber doch strenger Freiheitsentzug mit vielen Beschränkungen, wie betont wurde. Werkstätten, Sportanlagen, Speise- und Theatersaal sowie die moderne ökumenische Kirche wurden besichtigt.

 


 CDU Fraktionsvorsitzender Michael Kramer(links), überreicht Lengeder Bildbände an Bürgermeister Heinz Tellmann von der Stadt Lingen.


Mit einem Empfang beim Bürgermeister im Lingener Rathaus startete die von CDU-Chef Michael Kramer organisierte politische Fraktionsreise. Kommunale Einrichtungen, wie soziale Wohnprojekte auf dem ehemaligen Kasernengelände, eine zur Fachhochschule umgebaute frühere Eisenbahnhalle, das Messe- und Veranstaltungsgelände sowie ein großzügiges Krankenhaus waren Ziele der Rundfahrt.

 

 

 


Der fachliche Höhepunkt fand mit Vortrag und Diskussion durch den Betriebsleiter der regionalen Kläranlage statt. Den Lengeder Christdemokraten wurde ein wissenschaftliches Hochschulprojekt erläutert, bei dem der getrocknete Klärschlamm zur Verbrennung vorbereitet wird. Ziel sei die industrielle Herstellung von Brikett, vergleichbar der Braunkohle. Die Ratsmitglieder konnten sich von ersten Laborergebnissen überzeugen und nahmen eine Eierkohle aus Klärschlamm in die Bergbaugemeinde Lengede mit.
Einen Blick in die Lingener Geschichte erhielten sie bei einem abendlichen Stadtrundgang mit den Kivelingen. Wehrhafte junge Männer in historischen Kostümen mit Hellebarden zum Schutz und Trommeln zur Aufmerksamkeit leiteten die Besucher durch die Altstadt. Kulinarisch lernte die Reisegruppe deftigen emsländischen Buchweizenpfannkuchen und süße Pumpernickeltorte in Enking’s Mühle kennen.

 

 

Text und Fotos: Michael Kramer