– Spannende Besichtigung von Altholz-Recycling und -Verarbeitung
– Firma P&P liefert europaweit Material für Spielplätze und Gartenbau


Broistedt. Wer bei Schnitzel an Gaumenfreuden denkt, ist bei P&P im Lengeder Unternehmerpark auf dem „Holzweg“. Das erfuhren jetzt auch, im Rahmen eines spannenden Betriebsbesuchs fast 50 Mitglieder und Freunde der CDU, bei ihrem jährlichen politisch-geselligen Fahrradausflug.


Die Firma P&P Handel betreibt in Kombination mit dem Unternehmen Öcocolor die Verwertung von hochwertigem Altholz zu Hackschnitzel, die im Garten- und Landschaftsbau sowie auf Spielplätzen verwendet werden. Die Unternehmen haben sich im 25. Jahr des Bestehens inzwischen europaweit einen Namen gemacht und betreiben auch Zweigbetriebe am Bodensee sowie in Österreich. Die zur Zeit 12 Mitarbeiter schreddern jährlich rund 30 000 Kubikmeter feinste Holzspäne, färben davon rund ein Viertel ein und beliefern dann Kommunen, Kindergärten und Freizeiteinrichtungen mit dem weichen und natürlichen Material, dass als Fallschutz und im Wegebau dient.

„Erst kürzlich haben wir 90 Kubikmeter an das Legoland bei Augsburg geliefert, um damit einen Platz vor einer Veranstaltungsbühne zu sichern“, berichtet Inhaber Ulrich Pogan. Das ausgesuchte Altholz kommt aus einem Umkreis von rund 100 Kilometer, wird aber veredelt für Projekte in den Benelux-Staaten, Polen, Italien und sogar bis auf die Insel Malta geliefert. Aktuell sei man in Verhandlungen mit Schweden, so der umtriebige Unternehmer, der auch gerne selbst, wenn die Mitarbeiter bereits Feierabend haben oder am Wochenende, mit dem Radlader auf dem 12 ooo Quadratmeter großen Firmengelände seine Schnitzelberge umschichtet. Fünf eigene LKW‘s übernehmen im Handel die Transporte und Ehefrau Katrin ist für den Betrieb  Öcocolor verantwortlich. Sohn Kevin studiert noch Wirtschaftsingenieurwesen an der FH Salzgitter, plant im Familienunternehmen aber bereits den Aufbau einer Pellet-Produktion für Heizungsanlagen.

Ob Seniorenwohnprojekt, Kreidewerk, Hühnergroßbetrieb, Karottenproduktion, Biogasanlage, Wasserturm oder Gebläsehalle, den Christdemokarten vom Ortsvorstand Klein Lafferde fällt jedes Jahr wieder ein Highlight ein, mit dem sie Neugierige begeistern einmal hinter die Kulissen von Firmen zu schauen. Zum Abschluss traf man sich wie gewohnt zu Grillwurst, Getränken und Geselligkeit auf Bollmans Hof. So war es wieder eine rundum gelungene Veranstaltung bei der sich alle schon auf das Ziel im kommenden Jahr freuen.


Gruppenbild der CDU Gruppe mit Rädern vor dem Firmentor von P&G Handel.


Organisator und CDU Vorsitzender Hinrich Roloff nahm eine Handvoll Schnitzel neben Inhabern Katrin und Ulrich Pogan vor Heinz-Werner Bollmann.


Holzschnitzelberge soweit das Auge reicht.


Text: Michael Kramer, Fotos: CDU Klein Lafferde

– Schwierige Situationen für Busse, LKW und Erntemaschinen
– Krankenwagen und Feuerwehr müssen schnell zum Notfall
– Keine Verkehrsberuhigung, sondern Verkehrsgefährdung
– CDU Klein Lafferde fordert Hilfe und Rücksichtnahme von allen

Straßen sollen dem fließenden Kraftfahrzeugverkehr dienen. Doch gerade auf Hauptverkehrs- und Durchfahrtstraßen kommt es in den Lengeder Ortschaften immer wieder zu brenzligen Situationen und täglichen Erschwernissen, gerade für die Lenker großer Fahrzeuge wie LKW, Busse und landwirtschaftlichem Gerät. Selbst eigentlich breite Verkehrswege werden teilwiese so zugeparkt, dass sich PKW, aber erst recht große Fahrzeuge nur mit sehr viel Geschick begegnen können. Obwohl Garagen und Hofzufahrten vorhanden sind, wird zum Teil rücksichtslos, dauerhaft am Straßenrand geparkt und damit der fließende Verkehr stark behindert. Die emotionalen Reaktionen von Verkehrsteilnehmern aller Art, sind oft nicht zitierfähig.

„Das trägt doch zur Verkehrsberuhigung bei“, ist oft zu hören, doch das Gegenteil ist der Fall, denn bremsende und wieder anfahrende große Maschinen erzeugen zusätzlichen Lärm und schädigen die Umwelt durch wesentlich erhöhten Kraftstoffverbrauch. Gefährliche Brems- und Ausweichmanöver, unzählige abgefahrene Außenspiegel, Gefährdung von Fußgängern und Radfahrern seien die Folge, mahnt jetzt der CDU Ortsverband Klein Lafferde. Als Beispiel dient hier die Peiner Straße, besonders im Bereich vom Kreisel bis zur Kirche, mit langgezogener, schlecht einsehbarer Kurve. Bushaltestelle, parkende Lieferwagen und Kleinanhänger stellten dort erhebliche Hindernisse dar, so der CDU Ortsvorstand.

Diese Situation ist jedoch kein Einzelfall, auch die Fuhsestraße in Woltwiesche bietet  kurz vor der Einmündung in die Große Straße ähnliche Gefahren, vor allem für ab- und einbiegende Autofahrer. Die kurvige Ortsdurchfahrt in Barbecke, die Ein- und Ausfahrten am Einkaufszentrum Broistedt sowie im Bereich der Poststelle auf der Broistedter Straße in Lengede, sind weitere Beispiele. Ein oft gefordertes Tempo 30 überall, trägt allerdings erneut nur zu weiteren Staus mit Zeitverlusten, Lärmbelästigungen und Kraftstoffmehrverbrauch bei. Auch Rettungssanitäter mit ihren Krankenwagen oder die Feuerwehr bei Einsätzen können über häufige  Behinderungen durch beidseitig parkende PKW berichten.

Rücksichtnahme aller Bürger, nicht nur an sich denken und das ein oder andere einseitige Parkverbot, würde sicher helfen.

Kaum ein Durchkommen für LKW, Busse und landwirtschaftliche Maschinen zwischen parkenden Fahrzeugen, hier in Klein Lafferde.

Auch für PKW ergeben sich Gefahrensituationen beim Begegnen und Jonglieren durch parkende Autos.

Text und Fotos: Michael Kramer

Barbecke. Der CDU Ortsverband Klein Lafferde lud nach Barbecke zum Familienbetrieb Markwort, dem Fuhsetalgemüse, ein. Über gut fünfzig Radler besichtigten den Familienbetrieb in Barbecke, denn dort sind seit vielen Generationen die Markworts als Landwirte tätig.

Phillip Markwort (29) kam vor sechs Jahren mit der Idee zum Anbau von Karotten an den elterlichen Mittagstisch und interessierte auch Vater Olaf Bruder Oliver (25) damit. Informationen wurden eingeholt, Berufskollegen besucht und Erfahrungen ausgetauscht bis der Entschluss stand. Es folgten Wirtschaftspläne, Förderanträge, Genehmigungen, Qualitätsprüfungen, Hallenbau, Technikabnahmen und natürlich mussten Absatzmärkte gewonnen werden.

„Ohne die Finanzhilfe der Europäischen Union hätten wir das Projekt nicht stemmen können“, gesteht Vater Olaf Markwort. Mit einer 40prozentigen Förderung durch die EU wurde 2019 die große Halle am Dorfrand errichtet und mit umfangreicher Technik wie Sortiermaschine, Waschanlage, Kühlräume, Förderbänder zum Wiegen, Abpacken und Etikettieren, installiert.

„Der Absatz mit den Geschäftspartnern wird per Handschlag vor Ort besiegelt“, berichteten die rührigen Landwirte den erstaunten Besuchern. Der Vertrieb erfolge über die örtlichen Supermärkte im Raum Hannover, Braunschweig bis zum Harz. Regalfertig abgepackt in 750 Gramm-, ein oder zwei Kilobeuteln, in handlichen Gemüsekisten auf Rollcontainern gestapelt, geht es in die Lebensmittelmärkte. Drei LKW (7,5 to) wurden angeschafft, mit denen eigene Fahrer zweimal wöchentlich, frühmorgens die Möhren frisch vom Barbecker Feld oder aus dem Kühlhaus anliefern.

Für die Qualitätssicherung wurde ein Monitoring durchlaufen, die Herstellung und Behandlung geprüft, um dann auch vom Landesamt für Verbraucherschutz (Lavis) zertifiziert zu werden. Ein hoher Aufwand, der sich aber bisher ausgezahlt habe, bestätigt Familie Markwort.

„Welche spannenden Betriebe mit moderner Technik und neuen Methoden es auch bei uns auf dem Dorf gibt, ist beeindruckend“, war die einhellige Meinung der CDU Gruppe.

CDU-Vorsitzender Hinrich Roloff (von links) aus Klein Lafferde mit Phillip und Olaf Markwort, sowie dem begehrten Produkt, einem Bund Karotten.
Aufmerksame Zuhörer bei den Erläuterungen von Landwirt Olaf Markwort.
Eintausend Holzcontainer für jeweils 700 kg Karotten stehen für die laufende Ernte neben der Produktionshalle bereit.

Fotos und Text: Michael Kramer